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Grund-
substanzen

Nahrungsmittel ohne
künstliche bzw. chemische
Spritzmittel, aus biologisch
kontrolliertem Anbau und
mit kurzen Transportwegen
zeichnen sich durch
einen besonders hohen
Anteil an Qi aus.

Wichtige Substanzen der TCM: Qi, Yang, Yin, Jing, Xue, Jin-Ye

Man unterscheidet in der TCM einige wichtige Substanzen, die sich nicht immer direkt in unsere Sprache oder Begrifflichkeiten übersetzen lassen.


QI: Das Qi kann in unsere Sprache am ehesten mit Lebensenergie oder Vitalität übersetzt werden. Es steht für Bewegung, Funktion und Abwehrkraft. Qi ermöglicht erst die Organfunktion. Durch seine Bewegung erzeugt Qi auch Yang.

YANG: Das Yang entspricht der Körperwärme und Dynamik. Es wurzelt in der Niere, entspricht einer Ansammlung von Qi und hat dabei eine aufsteigende und aufrichtende Wirkung.

YIN: Das Yin (als Gegenpol zum Yang) entspricht der Substanz und Struktur. Es beinhaltet auch das Blut und unsere kostbaren Säfte. Yin hat eine eher absinkende und ruhende Qualität.

JING: Das Jing wird als die Wurzel von Yin und Yang bezeichnet, es entspricht also gleichermaßen der Substanz und der Dynamik. Im weitesten Sinne ist das Jing mit unserer Veranlagung, unserem Erbgut assoziiert.

XUE (BLUT): Das Blut hat eine nährende Qualität, befeuchtet und ermöglicht unserem Körper Aufbau und Regeneration. Es wird oft mit fleischhaltiger Nahrung in Verbindung gebracht, kann aber auch durch zahlreiche fleischlose Produkte in der Nahrung aufgebaut und nachgebildet werden.

JIN-YE (SÄFTE): Unter Säften sind aus Sicht der TCM unsere kostbaren Körperflüssigkeiten gemeint. Bei einem Mangel an Säften kommt es zu Trockenheit an verschiedenen Stellen des Körpers, bei einem Übermaß zu Schweregefühl, Trägheit und vermehrten Körperabsonderungen.

AUFGABE DES QI

Das Qi setzt sich sowohl aus immateriellen als auch materiellen Stoffen zusammen. Es übernimmt 6 verschiedene Funktionen im Körper:

  1. Umwandlung von Nahrung und Flüssigkeiten, damit sie dem Körper bestmöglich zur Verfügung stehen. Dafür benötigen Magen und Darm ausreichend Qi.
  2. Transportfunktion durch den Verdauungstrakt, aber auch zentrale und steuernde Kraft des Blutflusses durch den Körper.
  3. Festhalten von Blut und Körperflüssigkeiten an ihren dafür vorgesehenen Gefäßen bzw. Körperstrukturen.
  4. Anheben von Organen, um Organsenkungen zu vermeiden.
  5. Abwehr von pathogenen Erregern durch unser Abwehrsystem oder Immunsystem.
  6. Wärmen aller Gefäße des Körpers durch die freie Zirkulation des Qi (ständiges Frieren ist ein Zeichen für ein schwaches Qi).

Nahrungsmittel, die ohne Pestizide auskommen, aus kontrolliert biologischem Anbau stammen und einen möglichst kurzen Transportweg von der Ernte bis zum Teller zurückgelegt haben, zeichnen sich durch einen besonders hohen Anteil an Qi aus. Daraus ergibt sich, dass uns eine bevorzugt regionale und saisonale Kost mit einem größtmöglichen Ausmaß an (Lebens-)Energie versorgt, die uns für alle Lebensbereiche und unterschiedlichste Aktivitäten zur Verfügung steht. (Im Vergleich dazu weisen denaturierte Nahrungsmittel, Tiefkühlkost, Mikrowellennahrung bzw. Nahrungsmittel, die weit gereist sind und möglicherweise unreif geerntet wurden oder mit Pestiziden belastet sind, ein sehr geringes Maß an Qi auf.)