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HERMANN
meets TCM:
Herbst

HERMANN
meets TCM:
Herbst

Der bewusste Einsatz
scharfer Gewürze wie
z. B. Pfeffer in den
HERMANN Produkten wärmt
unseren Körper von innen
und hilft auch zu leichterer
Verdaulichkeit.

Der Herbst ist die beste Zeit, Lunge und Dickdarm zu stärken.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der Herbst dem Metall-Element zugeordnet. Es symbolisiert Kontraktion, Ablösung und Trennung. So wie die Natur ihren Rückzug beginnt, sollten auch wir diesem verlässlichen Vorbild folgen und etwas leiser und langsamer treten.


Farbe: Grau/Weiß
Jahreszeit: Herbst
Thermik: kühl (kleines Yin)
Organe: Lunge, Dickdarm
Emotionen: Abgrenzung vs. Trauer
Energiebewegung: nach unten
Geschmack: scharf

Die Tage werden kürzer und kälter, unser Immunsystem ist gefragt, alle pathogenen Einflüsse von außen gekonnt abzuwehren. Somit stellt das Metall-Element auch unsere äußerste energetische Schicht dar, die mit unserer Umgebung in Kontakt tritt, uns (erfolgreich) abgrenzt oder auch nicht. Die Lunge regiert das Qi und ist ganz maßgeblich an der Energieproduktion des Körpers beteiligt. Der Herbst ist daher die beste Zeit, die beiden Metall-Organe Lunge und Dickdarm zu stärken – wärmende, entfeuchtende und leicht scharfe Lebensmittel sollten den Speiseplan bestimmen.

Lunge und Dickdarm sind ein sogenanntes „Bruder-Schwester-Paar“ in der TCM. Sie sind direkt miteinander gekoppelt: Nur wenn’s unserem Darm gut geht, geht es auch unsere Lunge gut und wir haben eine starke Abwehrenergie, die uns hilft, gar nicht erst krank zu werden. Im menschlichen Körper entsprechen die Organe Lunge (Atemwege) und Dickdarm, aber auch die Haut dieser Wandlungsphase. Unsere Haut wird naturgemäß im Herbst trockener (den welken Blättern eines Baumes gleich, die Körpersäfte ziehen sich ins Körperinnere zurück).

Das Metall-Element hat eine sehr stark trennende Qualität. Ob wir wollen oder nicht – im Herbst heißt es loszulassen von sommerlichen Temperaturen und langen, hellen Tagen. Die unbegrenzte Leichtigkeit macht einer gewissen Schwere Platz. Als Emotion wird die Traurigkeit dem Metall-Element zugeordnet. Einerseits tendieren Menschen mit einer schwachen Lungenenergie zu einem traurigen Gemütszustand und können Trennungen nicht so leicht hinnehmen. Andererseits kann auch ein schwerer Schicksalsschlag oder unbewältigte Trauer eine Lungenentzündung auslösen. Scheidungen werden nicht selten mit chronischen Lungenerkrankungen bei Kindern in Zusammenhang gebracht, wie etwa Bronchitis, Asthma oder Allergien. Durch die anregende und wärmende Wirkung des scharfen Geschmacks wird das Qi bewegt. Dadurch können leichte depressive Verstimmungen („November-Blues“), Trauer oder Traurigkeit aufgehoben und geklärt werden. Wenn die Lunge schwach wird, neigt der Mensch meist zu Traurigkeit und Melancholie. So wie der Dickdarm das Loslassen von nicht verdaubarer Nahrung übernehmen muss, ist auch die Lunge für das Loslassen von Dingen zuständig, die uns nicht mehr von Nutzen sind oder uns zu sehr belasten.

„Die Dinge loszulassen bedeutet nicht, sie loszuwerden. Es bedeutet, sie sein zu lassen.“ (Jack Kornfield)

Hafer, Mandeln und Birnen können unsere Lunge stärken und im positiven Sinne befeuchten. Aber auch der scharfe Geschmack hat eine tonisierende Wirkung auf die Lungenenergie. Dazu zählen etwa Radieschen, Zwiebel und Rettich – genau das, was die Natur in unserer Region für uns bereithält.

Dem Metall-Element werden die Farben Grau und Weiß zugeordnet – abgesehen vom Schnee im Winter sind dies Farben, die man in der Natur nie so oft antrifft wie im Herbst. Daher gehen wir in der TCM davon aus, dass weiße bzw. graue Lebensmittel wie etwa auch Kräuterseitlinge Lunge und Dickdarm stärken. Kräuterseitlinge sind wunderbare Begleiter durch den grauen Herbst. Es wird ihnen eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt, sie unterstützen den Dickdarm bei seiner wichtigen Trennfunktion und stärken unser Immunsystem. Kräuterseitlinge wirken antiviral und regulierend bei AllergikerInnen. Auch der bewusste Einsatz scharfer Gewürze wie z. B. Pfeffer in den HERMANN Produkten wärmt unseren Körper von innen und verhilft zu leichterer Verdaulichkeit.

Aber auch hier gilt: Selbst wenn sich der Zugewinn an Wärme und Qi-Bewegung im Körper noch so wunderbar anfühlt, sollten wir es mit dem scharfen Geschmack nicht übertreiben. Eine Tasse Ingwer- oder Kurkumatee pro Tag könnte uns womöglich einen ganzen Winter lang gesund halten. Ein Übermaß könnte unseren Körper allerdings zu stark austrocknen. Das könnte sich etwa durch trockene Haut, trockenen Husten, Bluthochdruck, innere Unruhe, Einschlafschwierigkeiten bis hin zu spärlicher Menstruationsblutung bei Frauen bemerkbar machen.

Es heißt also wie so oft: Aufs Gleichgewicht kommt es an!